Milos History

- Geschichte

- Schifffahrtsjahrhunderte

- Der Bergbaureichtum von Milos

Die Geschichte

Milos, eine vulkanische Insel von etwa 151 km2, liegt im Ägäischen Meer. Sie ist die westlichste der Zykladen.

Milos ist bekannt seit 7000 v.Chr., als sie schon Reichtümer durch die Förderung und den Handel von Obsidian anhäufte.

Von 2300 v.Chr. bis 1100 v.Chr. blühte die Kultur von Filakopì. Es war schon die Kupferzeit. Das Mineral wurde als ein kostbarer Gegenstand mit den bekannten Töpferwaren importiert, bearbeitet und exportiert.

Die Insel erlebte eine positive Zeit bezeugt von den zahlreichen Funden, die sich in den Museen von Athen und Milos finden. Aus unbekannten Gründen wurde Filakopì plötzlich um 1100 v.Chr. verlassen.

1000 v.Chr. besaß die Bevölkerung Doris die Insel und nur später haben sie sich in die Lokalbevölkerung integriert. Dort wurde eine neue kräftige Stadt mit einem Hafen gegründet: Klima.

Während der persischen Kriege, hat Milo die anderen griechischen Städte unterstützt, aber in dem Konflikt zwischen Sparta und Athen hat die Insel seine Selbstständigkeit und seine Neutralität erklärt (416 v.Chr.).

Diese Stellungnahme verursachte die Zerstörung der Insel von Seiten Athens, aber auch die Unsterblichkeit durch das bekannte Gespräch zwischen Athenern und der Bevölkerung Milos: „Dialog zwischen Meliern und Athenern“ geschrieben von dem Historiker Thukydides.

In der hellenistischen Zeit erlebte Milos Frieden und Wohlstand. Dieser Zeitraum war von einem weiten künstlerischen Schaffen kennzeichnet. Das bekannteste Kunstwerk ist die wunderschöne Venus von Milos.

(Bild: die Venus von Milo)

Während der römischen Zeit spielte der Handel, die Förderung, die Ausfuhr der Mineralen und das künstlerische Schaffen eine bedeutende Rolle.

Aus dieser Zeit stammt das Theater aus Marmor, in der Nähe von Klima.

Auch die Katakomben gehören zur römischen Zeit. Die Verbreitung des Christentums auf der Insel hing von dem Eintreffen von Sankt Paul während seiner Reise in Richtung Rom oder anderen apostolischen Fahrten ab.

 

(Bild: Katakomben)

Nach der Teilung des Römische Reichs, gehörte Milos zum byzantinischen Reich, insbesondere gehörte die Insel zum Ägäischen Gebiet, auch wenn wir über diese Zeit, unglücklicherweise wenige Zeugnisse über die Geschichte.

Es handelte sich um finstere und gefährliche Jahrhunderte: Die Bevölkerung der Ägäis, die weit vom politischen, kulturellen und kommerziellen Zentrum entfernt waren, lebte mit Mühe. Das Leben beschränkt sich auf das Überleben. Es war als seien diese Inseln Niemandsland, und sie wurden oft Opfer des Überfalls der venezianischen, genuesischen, korsischen, berberischen und sarazenischen Piraten und Korsaren.

Im Jahr 1204, nach dem vierten Kreuzzug und der Teilung der Gebiete von Byzanz, fielen die Zykladen in venezianische Hände. Milos gehörte dem Herzogtum von Nasso, eine Besitz der Familie Sanudo von 1207 bis 1361; später gehörte die Insel der Familie Crispi bis zur türkischen Besetzung im Jahr 1566.

Die Venezianer eroberten Milos im Jahr 1207. Hier gründet der erste Herzog von Nasso, Marco Sanudo, Schwiegersohn von dem Dogen Enrico Dandolo, „Kastro“ (Schloss) über einer Spitze der Insel (was heute Plaka heißt).

Kastro war ein Befestigungsbau: Es bestand aus Wohngebäuden, die angelehnt waren. Zwischen denen gibt es keinen Weg. Die Türen wurden immer überwacht und bei Gefahr konnten sie auch verriegelt sein.

Die Häuser der externen Umgrenzung hatten Türen und Fenster, die zur Innenseite gewandt waren. An der Außenseite hatten sie nur enge Schlitze um die Angreifer zu schlagen ohne dass sie eintreten konnten.

Im XIV Jahrhundert bildete der Herzog Marcolino Sanudo eine zweite Befestigung in der Nähe von Zefiria um die Ernte und besonders den Handel der Insel zu verteidigen. Neben dieser Befestigung, die „Bischofsturm“ genannt wurde, wuchsen die ersten Landhäuser, die später die Hauptstadt von Chora wurden.

Das erste Schloss (Kastro) wurde stufenweise verlassen und verfiel. Langsam kehrte Milos mit der Hilfe von Nassos Herzögen zum Wohlstand zurück.

Im Hafen Choras, dem Zentrum des Handelsverkehrs, lagen aufgrund der Konflikte zwischen Venezianern und Osmanen oft venezianische Kriegsschiffe. Auch Piraten und Korsaren wurden davon angelockt. Aus diesem Grund nannten die Reisenden der Zeit Chora „Piratenhöhle“.

Zwischen dem XV und XVI Jahrhundert erleidet die Insel Überfälle von Muslimen, Piraten und Osmanen der Flotte des Kaiserreichs.

Im Jahr 1536 besetzte die Insel Barbarossa, Admiral des Sultans Soleimano II. Die Konflikte und die Raubüberfalle verursachten das Verlassen der Inseln des Ägäischen Meers. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts fiel die Ägäis in die Hände der Türken.

Trotzdem dauerten die Konflikte zwischen Venezianern und Osmanen um die Kontrolle des Gebiets an. Diese Bedingung war der Grund vieler Leiden unter der Bevölkerung, die inzwischen das Opfer der verschiedenen Großmächte waren.

Diese Situation dauerte bis 1690, nach der Niederlage des Candias Krieges (1645 – 1669) und Moreas Krieges (1715 – 1718), als die Venezianer dieses Gebiet schließlich verloren und die türkische Herrschaft endgültig wurde.

Was die Türken angeht, haben sie immer den griechischen Inseln eine weite Unabhängigkeit gegeben. Die türkische Sprache wurde nicht auferlegt und die Verwaltung kontrollierte das Verhalten der Bevölkerung. Was auferlegt war, war die Einzahlung der jährlichen Abgabe.

Trotz des Kriegs zwischen Venedig und Istanbul, erreichte Milos ein positives Wohlbefinden. Zu dieser guten wirtschaftlichen Situation trugen Piraten mit ihrem Handel bei.

1750 verfiel Chora, die Hauptstadt der Inseln, fortlaufend: der Handel wurde weniger, und die Bevölkerung nahm drastisch wegen der Epidemien und der Verbreitung der Malaria ab. Auch das Erdbeben im Jahr 1735 spielte eine bedeutende Rolle. Nach 1767 wurde die Hauptstadt Kastro, wo die alten venezianischen Befestigungen restauriert wurden. Auf diesem Gebiet wird sich die neue Hauptstadt der Insel, Plaka, entwickeln.

 

(Bild: Plaka)

Während des ersten Kriegs zwischen Russland und Türkei (1768- 1774) wurden Milos und die angrenzenden Länder von Russland beherrscht. Sie wurden von dem Graf Alessio Oriof von 1771 bis 1774 befohlen, bis die Türken zurückkamen.

Im Jahr 1821 begann den Kampf um die Befreiung der Griechen gegen die Türken. Nach dem Krieg gehörte die Insel dem modernen griechischen Staat.

Die Insel ist heute ein touristisches Ziel vor allem wegen der wunderschönen Landschaft: Dürr aber wegen der besonderen geologischen Beschaffenheit auch bunt.

Schifffahrtsjahrhunderte

1350 schickten die Republik von Venedig und dann auch die andere europäischen Großmächte Schiffe und Flotten ins östliche Mittelmeer für Handels- und Militärzwecke. In dieser Zeit mit rudimentären Geräten und schlechter Kartographie, waren diese Reisen lang, schwierig und gefährlich.

Milos ist die erste Insel, die man nach dem Peloponnes in Richtung Osten sieht.

Milos Hafen, der im Mittelmeer sehr bekannt war, bot eine sichere Zuflucht für eine Flotte. Außerdem konnte man lokale Lotsen oder auch Navigationsfachmänner anstellen. Über Milos gingen die wichtigsten Kurse nach Dardanelli und den Häfen Kleinasiens.

Normalerweise wurden die größten Vermögen über diese Kurse transportiert. Das zog die Aufmerksamkeit sowohl christlicher als auch moslemischer Piraten und Korsaren auf sich, die diese Meere bis Anfang del XIX Jahrhunderts heimsuchten.

Die Reise über das Meer war die einzige konkrete Möglichkeit, um die Wege der Karawanen aus Osten mit dem westlichen Markt zu verbinden. Diese Kurse wurden als wichtig und erforderlich geschätzt.

Für die Kontrolle dieser Kurse wurden vieler Kriege mitgemacht, und die Diplomatie der europäischen Seegroßmächte arbeitete daran ohne Ruhepause.

Piraten wurden ein unvermeidbares Risiko, dem man entgegentrat, um einen großen Verdienst vom Handeln mit dem Osten zu erhalten.

Sowohl die westlichen Piraten als auch die griechischen Piraten machten Geschäfte zusammen mit lokalen Händlern: Sie verkauften denen ihre Raubüberfälle zum herabgesetzten Preis.

Sie hielten auch gute Beziehungen mit den türkischen Autoritäten, den wichtigsten Persönlichkeiten und lokalen Vertretern und oft auch mit ausländischen Händlern.

Verschiedene Inseln der Zykladen waren Piratenhöhlen wie Tino, Paro, Mikono; aber die bekannteste Insel im XVII Jahrhundert war Milos. Ihre Einwohner profitierten von dieser Situation und gaben der Insel eine beträchtliche wirtschaftliche Entwicklung.

Milos war die Lieblingsinsel der Piraten wegen verschiedener Ursachen: ihre Lage an den Handelsrouten nach Istanbul und Smirne erlaubte eine gute Kontrolle des Schiffsverkehrs. Die geologische Beschaffenheit zwischen Milo, Kimolo und Poliegos war besonders geeignet für Hinterhalte. Hier hatten Piraten auch die Möglichkeit vor der Gefahr der Verfolger zu entfliehen. Der Innengolf der Insel bot einen sicheren und weiten Schutz wie die zerklüfteten Küsten, die reich an Grotten und Fjorden waren.

Im Winter brachten die Piraten die Schiffe nach Milos um die gute Jahreszeit abzuwarten: Die Besatzung ruhte sich aus, unterhielt sich, und verkaufte einen Teil des Diebesguts bei den zahlreichen Prostituierten. Geschlechtskrankheiten unter diesen Räubern waren der Grund des Verfallens von Chora.

Ortsnamen bleiben um diese Angstjahrhunderte und ihre sagenhaften Persönlichkeiten nicht zu vergessen.

Sarakiniko, das im Norden der Küste liegt und reich an Grotten und Einbuchtungen ist, erinnert an sarazenische Piraten, die dorthin mit ihren Schiffen kamen um eine Zuflucht zu finden. Die Papafrangas Grotte war die Zuflucht eines Piraten, der ihr seinen Name gegeben hat. Seine Legende erzählt, dass sein Schatz noch dort versteckt wäre.

Heutzutage nach dem Einsturz der Grotte gehen Touristen gern dorthin um zu schwimmen. Die wunderschöne Klippen und die Kleftikos Grotten (von „kleftis“: Räuber) waren andere Zufluchtsorte.

Der Erzreichtum von Milos

Auch wenn Milo besonders bekannt für seine Archäologie und seine Kunstreichtümer der archaischen, klassischen und hellenistischen Zeit ist, war sie auch sehr renommiert für ihren Handel.

Sie ist reich an Erzen, die zu einem unterbrochenen Förderbetrieb geführt haben.

Der Förderbetrieb begann im Neolithikum. Milos ist reich an Obsidian, der ein sehr harter und widerstandfähiger Stoff ist. Mit Obsidian kann man die vielfältigsten Gegenstände herstellen: Pfeile, Messer, Äxte und Nadeln. Obsidians Handel war die erste Quelle des Wohlstands der Insel.

Milos ist noch im Zentrum eines vielschichtigen Handelsnetzes, dank der Förderung eines Steines, der besonders für die Herstellung der Mühlen geeignet ist.

Außerdem wurden neue Erze gefunden: Eisen, Puzzolan, Alaun, Silber und Schwefel.

Die Erze, die heute aus Milos herausgezogen werden (hauptsächlich Kaolin und Perlit), erreichen die Industrien in aller Welt und sind die Hauptquelle der Wirtschaft der Insel.

(Bild: eine der größten Gruben der Insel)