Milos und seine Architektur

Eigenschaften der traditionellen Häuser

Dörfer der Insel

-         Adamas (oder Adamantas)

-         Plaka und Plakes

-         Triovassalos und Peratriovassalos

-         Tripiti

-         Pollonia

-         Zeffiria (oder Chora)

-         Dörfer der Fischer: Klima, Skinopì, Aretì, Fourkovouni, Firopotamos, Mandrakia, Mytakas, Agios Kostantinos.

-         Landesgebiet der Insel

Eigenschaften der traditionellen Häuser

Wenn man von Architektur der Zykladen spricht, gibt man eine umfassende Beschreibung. In Wirklichkeit hat jede Insel ihre spezifischen Eigenschaften und oft sind sie einmalig, auch wenn es viele gemeinsame Elemente zwischen ihnen gibt.

Die Verfügbarkeit der Stoffe, die technische Fähigkeit, die funktionalen Bedürfnisse und die Wetterlage haben die Eigenschaften der Gebäude bestimmt.

Die Architektur der traditionellen Häuser von Milos ist auf eine Zusammensetzung von Würfeln mit klaren Ecken begründet.

Die einzigen kurvigen Elemente waren oft die typischen Backöfen, die insbesondere am Stadtrand niedrig und rund von den Häusern standen vor. In Bezug auf die anderen Inseln (wie Santorini oder Mikonos) sind Rundbögen selten.

Die traditionellen Häuser von Milos waren mit Felswänden und Schamotte gebildet. Das Dach war flach und wurde mit Stützbalken getragen.

Diese Stützbalken waren von Holzbrettern oder Holzstangen bedeckt. Oben legte man Algen und dann weitere Schamotte. Alles war mit dem Kalk weiß gestrichen. In den reichsten Häusern waren Balken hinter Zwischendecken aus Holz und Kitt verborgen.  

Die Dächer, die eine jährliche sorgfältige Wartung brauchen, waren undurchlässig und schneeweiß, und sie nahmen den Regen an.

Rohrleitungen aus Tonfliesen brachten das Wasser zu den unterirdischen Zisternen.

Auch wenn diese Inseln weniger dürr waren als heute, blieben sie sehr wichtig: Sie waren mit Schamotte gegraben und verputzt. Mit dem herausgeholten Stein baute man die Felswände der Häuser.

Oft gab ein Verhältnis zwischen der Dimension des Gebäudes und den übereinstimmenden Zisternen.

Diese Strukturen brauchten Sauberkeit und Wartung und es gaben sogar Handwerker, die darauf spezialisiert waren.

Heute haben wir moderne Entsalzungsanlagen, trotzdem benützen viele Häuser noch den Regen der Zisternen.

In den Häusern mit zwei Stockwerken waren die Bodendielen von Holzfußböden bedeckt. Im ersten Stock waren normalerweise die Schlafzimmer. Man konnte durch eine enge und steile Treppe mit einer Falltür die Zimmer erreichen.

Bei Gefahr konnte man diese Falltür schließen und verriegeln.

Manchmal gab es im Erdgeschoss Geschäfte oder Warenlager und im ersten Stock die Wohnung. Normalerweise hatten die Besitzer nicht nur die innere Treppe sondern auch eine äußere Treppe aus Stein oder Holz um die Wohnung direkt zu erreichen.

Die Häuser hatten generell nur zwei Stöcke. Auch wenn die Felswände manchmal und insbesondere oben aus Stein waren, waren die inneren Trennwände aus Holz und Schamotte mit dem Stroh und Tier-haar gemischt, um eine widerstandfähigere Mischung zu machen.

Die Mauern waren sowohl innen als auch draußen mit Kalk verputzt und weiß gestrichen. Der äußere Verputz war normalerweise in den ärmsten Häusern unregelmäßig. Im Gegensatz zu diesen hatten die reichsten Häuser einen glatten und so teureren Verputz.

Sprechen wir jetzt von den Fenstern und Türen eines Gebäudes. Nach den verschiedene Zeiten und Moden, den Handwerkern und finanziellen Möglichkeiten wurden Türen und Fenster verschieden und ausgesucht.

Sie waren und sind die dominierende Farbe über das blendende Weiß des Kalks.

Die benützten Farben waren mit der umliegenden Umgebung  in gutem Einvernehmen. Im inneren der Insel verwandte man überwiegend Braun, Grün und Grau. An der Küste wählte man Blau, Rot und Gelb, die auch für die Boote benutzt wurden. Die Türen waren immer solide, nicht zu breit und mit großen Stangen oder Streben aus Eisen um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Fenster waren kleiner, wo Überfallsgefahr gibt und größer, wo die Leute sich sicherer fühlten. Sie waren aber nie zu Groß, weil auf diese Insel das Licht sehr stark ist.

Es ist interessant zu wissen, dass Leute kleine Fenster in Richtung Norden benutzten, um eine bessere Luftveränderung insbesondere während des Sommers garantieren zu können.

DÖRFER DER INSEL

Adamas (oder Adamantas)

Das Dorf von Adamas ist der heutige Hafen, wo Fähren und schnelle Schiffe ankommen.

Hier legen auch Fischkutter an, die den Fisch direkt auf dem Kai verkaufen.

In diesem Dorf konzentrieren sich die touristischen Infrastrukturen.

Lokale, Cafés, Eisdielen, Tavernen, Geschäfte belebten die Strandpromenade, wo am Abend die Touristen neben den Schiffen spazieren gehen.

Sehr wichtig ist das Erzmuseum insbesondere für die Leute, die an der Geologie und Fördergeschichte der Inseln interessiert sind.

Sehr bedeutend ist auch die Ag. Triada Kirche, eine der ältesten der Insel.

Plaka und Plakes

Plaka ist die Verwaltungshauptstadt der Insel. Es handelt sich um ein hübsches traditionelles Dorf. Es findet sich auf einen Hügel, wo ein Mal Kastro (das Schloss) gebildet wurde.

In diesem Dorf hatte die begüterte Schicht ihren Sitz, die uns zahlreiche und wichtige Gebäude gelassen hat. Während des Winters wohnen hier wenige Leute, aber im Sommer wird es ein wichtiges touristisches Ziel.

Die zahlreichen Tavernen im Zentrum warten auf Besucher. Die enge Fußgängerzone mit ihren Geschäften stellen ein Labyrinth dar, dass zu erkunden ist.

Man darf nicht das archäologische Museum, das Volkskunst Museum und die wunderschönen Kirchen  vergessen zu besuchen.

 

Triovassalos und Peratriovassalos

Triovassalos und Peratriovassalos sind fast verbunden und sie befinden sich in der Nähe von Plaka.

 

Sie sind die bevölkerungsreichsten Dörfer der Insel.

An der Hauptstraße, finden sich viele Geschäfte, Verwaltungsbüro und Banken.

Tripitì

Wie Plaka ist Tripitì ein angenehmes und traditionelles Dorf.

 

Es war das Dorf der Handwerker. Einmal war dieses Dorf reich an Werkstätten, die heute vollkommen verschwunden sind.

In der Umgebung findet man bedeutende archäologische Orte, wie zum Beispiel das alte Theater und die Katakomben.

 

Auf den Hügeln hinter dem Dorf sieht man die Mühlen, die heute als Unterkünfte für Touristen verwendet werden.

Pollonia

Ein Mal war Pollonia ein Fischerdorf, das gegenüber Kimolos war.

Heute ist es voll von Urlaubshäusern, Hotels, Zimmern, Tavernen und Restaurants. Hier fährt das Fährschiff nach Kimolos.

Zeffiria (oder Chora)

Früher war Zeffiria die Hauptstadt der Insel. Heute ist es ein bescheidenes Dorf in der Nähe vom Flugplatz und von einer Straße, die zu den schönsten Stränden der Insel führt. Sehr geschätzt ist auch die wunderschöne Kirche.

Klima, Skinopì, Aretì, Fourkovoni, Firopotamos, Mandrakia, Mytakas, Agios Kostantinos.

Dies sind die Seedörfer. Die bekannteste Insel ist natürlich Klima.

 

Es gibt auch Skinopì,

Areti,

 

Fourkovoni,

Firopotamos,

Mandrakia,

Mytakas,

Agios Konstantinos.

In Wirklichkeit sind diese Inseln nicht wie Dörfer geboren, sondern wie eine Lage um die Schiffe zu schützen. Die Gebäude, die „Sirma“ genannt werden, waren ein Schiffsdepot. Oft gab auch im ersten Stock ein Schlafzimmer für die Fischer.

Diese Gebäude, die heute wie Urlaubshäuser oder sommerliche Wohnsitze verwendet werden, waren nicht wahre Wohnhäuser. Sie waren Depots, die direkt auf das Meer gingen und sie hatten großen Türen um die Schiffe hinein zu schleppen. Insbesondere waren die Türen vom drinnen verriegelt, um die winterliche Stürme auszuhalten.  

Normalerweise sind Türen und Fenster sehr bunt. Sie sind mit den selben Farben, die für die Schiffe verwendet werden, angemalt.

Landesgebiete der Insel

Landesgebiete sind auf der Insel zahlreiche.

Die wichtigsten waren (und sind es noch heute) die Ebene um Zeffiria, entlang der nördlichen Küste, und die Gebiete im Westen. Noch heute kann man die alten bäuerlichen  Häuser mit der Wohnung, den Lagern, dem Stall, der Tenne für das Dreschen und manchmal auch dem Taubenschlag sehen.